Familienrecht

Das Familienrecht ist ein Teilgebiet des Zivilrechts und  spielt in fast allen Lebenslagen eine Rolle und ist nicht selten von entscheidender Bedeutung für das weitere Leben und die eigene wirtschaftliche Existenz. Geregelt ist es größtenteils im vierten Buch des Bürgerlichen Gesetzbuches (§§ 1297 – 1921 BGB). Bei familienrechtlichen Streitigkeiten entscheiden das Familiengericht bzw. das Vormundschaftsgericht.

In folgenden Bereichen unterstützen wir Sie gern und umfassend:

  • Ehe & Heirat
  • Eheverträge und Anfechtung eines Ehevertrages
  • Scheidung und Trennung
  • Scheidung vor Ablauf des Trennungsjahres
  • Aufhebung der Ehe
  • Scheidungsvereinbarung, Scheidungsfolgenvereinbarung, Scheidungsvertrag
  • Immobilien bei Trennung und Scheidung
  • Sorgerecht und Umgangsrecht
  • Unterhalt Ehegatten (Ehe und Scheidung)
  • Kindesunterhalt, Elternunterhalt
  • Versorgungsausgleich
  • Zugewinnausgleich
  • Güterrecht, Güterstand
  • Abstammung, Vaterschaft, Adoption, Namensrecht
  • Internationales Familienrecht
  • Erbrecht in Ehe und Scheidung
  • Partnerschaftsverträge für Lebensgefährten

Unsere Rechtsanwaltskanzlei ist spezialisiert auf alle Fragen des Familienrechts. Wir beraten und vertreten Sie professionell.

Ehegattentestament kann bei Scheidung unwirksam werden

Auch Zustimmung zur Mediation lässt ursprüngliche Zustimmung zu Scheidung nicht entfallen

Das Oberlandesgericht Oldenburg hat entschieden, dass ein sogenanntes Berliner Testament dann unwirksam, wenn die Ehe geschieden wird oder die Voraussetzungen für eine Scheidung vorliegen und der Erblasser die Scheidung beantragt oder einem Scheidungsantrag zugestimmt hat.

Kindeswille bei Umgangsregelungen nach Trennung der Eltern nicht immer entscheidend

Wille des Kindes stellt nur einen von mehreren Gesichtspunkten bei Ermittlung des Kindeswohls dar

Hat das Familiengericht nach Trennung der Eltern den Aufenthalt eines Kindes einem Elternteil zugeordnet (Residenzmodell), müssen triftige Kindeswohlgründe vorliegen, um später eine Umgangsregelung im Sinne eines paritätischen Wechselmodells anzuordnen. Der Kindeswille stellt dabei nur einen von mehreren Gesichtspunkten bei der Ermittlung des Kindeswohls dar. Dies geht aus einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main hervor.

Nachehelicher Ehegattenunterhalt aufgrund erhöhten Förderungsbedarfs des autistischen Kindes

Betreuendem Elternteil ist Vollzeitarbeit nicht zumutbar

Betreut ein Elternteil ein autistisches Kind, so steht ihm aufgrund des erhöhten Förderungsbedarfs ein nachehelicher Unterhaltsanspruch zu. Eine Vollzeitarbeit ist ihm nicht zuzumuten. Dies hat das Oberlandesgericht Hamm entschieden.

Entzug der elterlichen Sorge trotz Vollmachtserteilung für Jugendamt bei fehlender Kooperationsfähigkeit der Eltern

Vollmachtserteilung stellt kein geeignetes Mittel zur Abwehr der Kindeswohlgefährdung dar

Die Erteilung einer Vollmacht für das Jugendamt stellt zwar ein milderes Mittel gegenüber dem Entzug der elterlichen Sorge dar. Fehlt es aber an der Ko­operations­fähigkeit der Eltern, ist die Vollmachtserteilung kein geeignetes Mittel zur Abwehr der Kindes­wohl­gefährdung. Dies hat das Oberlandesgericht Bremen entschieden.

In dem zugrunde liegenden Fall hatte der Vater einer minderjährigen Tochter das alleinige Sorgerecht inne. Da das Kind an massiven Entwicklungsverzögerungen litt, sah das zuständige Jugendamt eine Kindeswohlgefährdung. Zur Abwehr dieser erteilte der Kindesvater dem Jugendamt im Jahr 2017 eine Vollmacht über die Gesundheitsfürsorge und das Recht, öffentliche Anträge zu stellen. Da der…

Umgangsrecht des leiblichen Vaters kann wegen Kindes­wohl­gefährdung verweigert werden

Gefährdung eines intakten und stabilen Familienverbands kann Umgangsrecht entgegenstehen

Einem leiblichen Vater kann das Umgangsrecht mit seinem Kind verweigert werden, wenn dadurch der intakte und stabile Familienverband, in dem das Kind lebt, gefährdet wird. Dies geht aus einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Bamberg hervor.

Rechtliche Probleme erfordern viel Zeit und kosten Kraft und Nerven. In derartigen Situationen ist die Unterstützung durch einen Experten unerlässlich, der Ihnen mit fachlicher Expertise und konstruktiven Ratschlägen zur Seite steht.